Digitale Lehre in Corona-Zeiten

In diesem Semester wird an der TU Braunschweig zum ersten Mal ein vollständig digitales Semester durchgeführt. Auch für das Weiterbildungsprogramm “360° Digitalisierung” bedeutet dies eine deutliche Umstellung: Im Rahmen eines Innovationsprojektes entwickelt das Team “360” zusammen mit Masterstudierenden aus verschiedenen Studiengängen neuen Nanoeinheiten für unsere E-Learning-Plattform. Durch die aktuell vorherrschende Situation muss dieses Innovationsprojekt digital stattfinden. Dabei weicht der typische Seminarraum dem Webkonferenzsystem BigBlueButton und statt Whiteboards werden digitale Workspaces wie MURAL verwendet. Auch wenn der Semesterstart etwas ungewöhnlich und nervenaufreibend war, können wir mittlerweile, dank der Vielzahl an digitalen Services, wie gewohnt weiterarbeiten.

In den aktuell entstehenden Nanoeinheiten wird es thematisch unter anderem um die Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Gesellschaft gehen. Hierbei sollen vor allem neue Bedürfnisse, neue Werte, sowie neues Konsumverhalten genauer beleuchtet werden. Weiterhin werden neue und digitale Formen der Zusammenarbeit behandelt. Gerade dieser Themenkomplex erlangt in den Zeiten von Corona einen besonderen Stellenwert. Außerdem soll auf den neuen digitalen Alltag der Menschen eingegangen werden. Hierbei werden verschiedene digitale Services behandelt, die uns im Alltag Unterstützung leisten.

Lernen von zu Hause

In schwierigen Zeiten wie diesen, in denen Menschen zu Hause bleiben müssen, zeigt sich erneut die hohe Relevanz von E-Learning Angeboten und digitalen Lernplattformen. Individuelles und selbstständiges Lernen kann heutzutage durch gut gestaltete digitale Lernangebote erfolgen, die nicht nur ein orts- und zeitunabhängiges Lernen, sondern auch eine verbesserte Strukturierung von Informationen und indirekte Schulung von digitalen Kompetenzen ermöglichen. Somit kann Wissen nicht nur individuell verbreitet werden, sondern auch weitreichender vermittelt werden.

Unsere Lernplattform bietet eine solche Möglichkeit als Teil des Weiterbildungsprogramms im Bereich Digitalisierung. Als Begleitung des Lernprozesses wird sie weiterhin regelmäßig mit neuen Einheiten wie “Cross-Channel-Kompetenzen”, “Die neue Rolle der IT in der Wertschöpfung” und “Social Media und Web 2.0” gefüllt und ausgiebig erprobt um eine effektive Möglichkeit darzustellen, Wissen über die Digitalisierung zu vermitteln.

Nano-Workshop an der TU Braunschweig

Wer unsere Nano-Einheiten durchläuft landet irgendwann an dem Punkt an einer Präsenzphase teilnehmen zu müssen. Wie so eine Präsenzphase aussehen kann, haben Studierende und Wissenschaftler gemeinsam in einem Master-Innovationsprojekt erarbeitet und ausprobiert.

In dem Innovationsprojekt sind dabei verschiedenste Methoden wie Flipped Classroom und Design Thinking zum Einsatz gekommen. Schnelle Interaktion im Seminarraum statt müdes Berieseln im Hörsaal, war das Motto des Tages. Auf diese Art konnten die digital erlernten Inhalte unserer Lernplattform angewendet und vertieft werden.

Situierte Services

Aktuell entsteht eine weitere Nanoeinheit zum Thema “Situierte Services”.

Wie selbstverständlich nutzen wir heute unser Smartphone und die dazugehörigen Apps und Dienste. Aber ist Dir wirklich bewusst für welche Dienste du dein Smartphone tagtäglich benutzt? Und fragst du dich wie diese Dienste derartig personalisiert und zugeschnitten auf dich und deine Situationen sein können? Dann findest du in dieser Nano-Einheit Antworten auf deine Fragen.
Wir greifen auf, was Unternehmen veranlasst, ihre Dienste immer bequemer und besser zu gestalten. Wie sie es schaffen, das wir einen immer größeren Anteil unserer Zeit mit ihnen verbringen und wie die heutigen Unternehmen uns immer besser kennenlernen. Mithilfe von Smartphones und Wearables sind Situierte Service von überall, zu jeder Tageszeit, perfekt auf uns zugeschnitten bequem buch- und nutzbar.

In dieser Nanoeinheit erhältst du einen allgemeinen Überblick der Theorie und einen umfassenden Einblick in heute bereits nutzbar-situierter Services. Welche Dienste kannst du und welche kann ein Unternehmen nutzenbringend verwenden und was zeichnet einen guten Service aus. Auf diese Weise sensibilisieren wir dich, in welche Richtung wir uns vorraussichtlich hinbewegen und welche Dienstleistungen in Zukunft einen immer größeren Stellenwert annehmen werden.

Projektvorstellung auf der Tagung „QUO VADIS, WEITERBILDUNG?

Wir haben unser Projekt auf der Tagung: „QUO VADIS, WEITERBILDUNG? Zukünftige Aufgaben und Handlungsfelder der beruflichen Weiterbildung im Kontext von Digitalisierung und lebenslangem Lernen“ am 04.09.2019 im Braunschweiger Zentrum für Systembiologie (BRICS) vorgestellt und diskutiert.

Welche Fähigkeiten, Fertigkeiten und welches Wissen werden zukünftig gebraucht? Wie muss die berufliche Weiterbildung gestaltet, organisiert und finanziert sein, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden? Welche Rolle nimmt die wissenschaftliche gegenüber der beruflichen Weiterbildung ein? Wie kann Lernen im Prozess der Arbeit unterstützt werden? Das waren die Fragestellungen, die im Rahmen dieser Tagung diskutiert wurden.

Die Tagung richtete sich an Betriebs-, Personalräte und Gewerkschaftsvertreter*innen, an Personaler*innen, Personalentwickler*innen und Geschäftsführer*innen, an Mitarbeitende bei Weiterbildungsträgern und in der wissenschaftlichen Weiterbildung, an Vordenker*innen und Entscheider*innen in Politik und Verwaltung, an Multiplikator*innen und weitere Interessierte.

„Post-Digitale Welt“ – Was sind die nächsten Hypes?

Die Digitalisierung ist aktuell in aller Munde – das verwundert nicht, da sie für den Fortschritt zwingend notwendig ist. Prozesse werden durch sie beschleunigt und globale Kollaborationen werden durch sie überhaupt erst ermöglicht.

Doch was kommt eigentlich danach? Was passiert, wenn die Digitalisierung abgeschlossen ist? Wie lebt es sich in einer „post-digitalen Welt“? Was sind die „next big things“? Wie sehen mein Leben und mein Arbeitsplatz in 50 Jahren aus? Welche Auswirkungen wird das Vorhandensein jeglicher Informationen zu jeder Zeit auf unser Miteinander haben?

Wenn Begriffe wie „Augmented Reality“, „Biochips“, Virtual Assistants“, „Smart Workspace“ oder „Brain-Computer Interface“ Ihr Interesse wecken oder Sie sich für neue Technologien interessieren, dann sind Sie bei dieser Nano-Einheit im Rahmen von „360°- Digitalisierung“ genau richtig.

Wir geben mögliche Antworten auf drängende Fragen sowie einen Ausblick auf neue Technologien, welche eine „post-digitale“ Welt ermöglichen. Wir möchten Sie sensibilisieren und sowohl Vor- als auch Nachteile der Auswirkungen von zukünftigen Technologien auf das Zusammen-Leben aufzeigen. Während der zugehörigen Präsenz-Phase wird genauer auf die Aspekte Arbeitswelt, Gesellschaft, Mobilität sowie Gesundheit eingegangen.
Wenn Sie also nicht nur den aktuellen Stand der Technik kennenlernen möchten sondern sich auch auf die Zukunft vorbereiten wollen, dann schreiben Sie sich für die Nano-Einheit „Post-Digitale Welt“ ein!

Support vs. Self Services und wo sie zu finden sind

Was ist das eigentlich? Wofür brauche ich das? Und was hat das genau mit Kundenintegration zu tun? Diese und weitere Fragen werden in unserer Nanoeinheit beantwortet!

Die vielen Fachbegriffe im Themenspektrum unseres Projekts wirken auf den ersten Blick ziemlich abschreckend. Doch setzt man sich erst einmal mit dem Thema auseinander, wird schnell klar: Viele Themen sind längst Alltag oder könnten es demnächst werden! Diverse Thought Starter in Form von kurzen Videos oder Statistiken sollen Lust auf das Thema machen.

Ebenso war es während der Erstellung unserer Nanoeinheit für uns stets wichtig, viele Beispiele mit einzubeziehen, um den Lernenden das Wissen praxisnah zu vermitteln. Auch wird Abwechslung bei uns großgeschrieben: Ob ein interessantes Quiz, ein unterhaltsamer Podcast oder die klassische Literatur – Interaktion und mediale Vielfalt sehen wir als wichtige Voraussetzung, um den Nutzer bei seinem Individualstudium bei Laune zu halten.

In unserer Präsenzeinheit findet eine Zusammentragung des Gelernten statt. In vielen Beispielen verdeutlichen wir noch einmal, wie die einzelnen Fachbegriffe zueinanderstehen. Eine Gruppendiskussion vereint die Themen und schafft den Austausch mit anderen Teilnehmenden. Ebenso sorgt ein digitales Smartphone-Quiz für ein spannendes Battle.

Aufbau der Lerneinheit

Zu unserem Konzept gehören schlussendlich Exkursionen sowie ein Tagesworkshop, der zur Anwendung des Gelernten anregen soll.

Digitalisierung in den Bereichen “Teilen, Tauschen, Leihen”

In der Nanoeinheit „Teilen, Tauschen, Leihen“ werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern neben den Grundlagen der Sharing  Economy verschieden Aspekte des Themengebietes näher gebracht. Dafür werden neben den grundlegenden Definitionen, Inhalte über die Bereiche Psychologie, Marketing, Datenanalyse der Nutzerdaten, rechtliche Grundlagen und Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt vermittelt. Zur Veranschaulichung der theoretischen Inhalte werden sowohl aktuelle Beispiele wie auch mögliche Themen in der Zukunft genauer betrachtet. Durch die Unterstützung einer digitalen Lernplattform wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Universität und der freien  Wirtschaft ein umfangreiches Lernkonzept angeboten.


Um bei der Übermittlung der theoretischen Inhalte jede Art von Lerngewohnheit anzusprechen, ist es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern selbst überlassen, das gewünschte Lernmedium zu finden. Neben einer Vorlesung, in welcher die Inhalte direkt vermittelt 
werden, können die User/innen der digitalen Lernplattform die Inhalte auch eigenverantwortlich erarbeiten. Dafür werden sie mit Hilfe von Lernunterlagen, Videos, Blogs oder Podcasts unterstützt. Für ein erfolgreiches Abschließen des theoretischen Teils der Nanoeinheit ist ein vollständiges Abarbeiten aller Theorieeinheiten notwendig. Im Anschluss müssen die Teilnehmer/innen eine erste Abschlussprüfung über das erlernte Wissen absolvieren, um den Lerngewinn zu garantieren. Zur Vertiefung des erlernten Wissens erfolgt nach der bestandenen Theorie eine Teamarbeit, in welcher die Teilnehmer/innen aus Universität und Wirtschaft zufällig durcheinandergemischt werden. Die Zuteilung eines Themas erfolgt ebenfalls zufällig, wobei es sich bei den Themen um zuvor festgelegte Themenbereiche aus den vermittelten Inhalten handelt. Hierzu sollen die Teams kurze Präsentationen ausarbeiten, in welchen sie z.B. Konzepte für den Alltag in Bezug auf ihr Thema ausabreiten. Die Vortragsart wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ebenfalls freigestellt.


Die Präsentation der Teamarbeiten findet in Form einer Pflicht- und Präsenzveranstaltung an der TU Braunschweig statt und bildet gleichzeitig den erfolgreichen Abschluss der Nanoeinheit „Teilen, Tauschen, Leihen“. Neben den fachlichen Inhalten, welche durch eine praktische Arbeit vertieft werden, erlernen die Teilnehmer/innen durch die Teamarbeit auch wertvolle Softskills für die Berufspraxis. Zudem ist die Grundlage eines regen Austauschs zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gegeben, durch welchen ein bestmöglicher Mehrwert für jede Teilnehmerin oder jeden Teilnehmer der Nanoeinheit garantiert wird.